OpenGL
X-Server

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Drucken unter X11

Löst man in einer X-Applikation einen Druckvorgang aus, so wird normalerweise mit dem lpr-Kommando eine auf dem Host, wo auch die X-Applikation läuft, eingerichtete Druckerwarteschlange angesprochen.
Die Netzwerktransparenz von X11 greift hier also nicht. Es bleibt zu hoffen, dass der angesteuerte Drucker sich wenigstens im gleichen Gebäudeteil befindet wie der Anwender.

Xprint

Um nun auch beim Drucken aus X-Applikationen netzwerktransparent arbeiten zu können, wurde die Xprint-Extension (üblicherweise kurz Xp-Extension) geschaffen. Sie gibt X-Clients die Möglichkeit über das X-Protokoll Drucker anzusteuern, den auf der Maschine des X-Servers eingerichtet sind.
XPrint stellt im Prinzip einen virtuellen Screen zur Verfügung, auf den X-Clients den auszudruckenden Inhalt schreiben bzw. zeichnen können. Da dies einige X-Applikationen stört, lässt man für XPrint immer ein separates Display laufen. X.org stellt dafür einen eigenen Server zur Verfügung:, der folgendermaßenaufgerufen wird:
Xprt :display
wobei display die Display-Nr. bezeichnet, mit der der Server angesteuert werden kann.

Client-seitig muss die Display-ID des Xprint-Servers in der Umgebungsvariable  XPSERVERLIST  hinterlegt sein.
   xplsprinters  zeigt dann die über Xprint zur Verfügung stehendenden Drucker und ihre Eigenschaften an.
Nun steht dem netzwerktransparenten Drucken über Xprint nur noch eines im Wege: Nur wenige X-Applikationen sind in der Lage Xprint zu verwenden!
Das liegt daran, dass Xprint erst sehr spät eingeführt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Situation im Verlauf der Zeit verbessert.

Links und weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen zur Nutzung von Xprint liefern bereits die entsprechenden Manual-Pages:
man Xprint
man Xprt
man xplsprinters

u.a.
Weiterführend sind folgende Links:
OpenGL
     ©2005, 2007 Andreas Gottwald
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